10.05.2024

Paracord für ein Hundehalsband oder eine Hundeleine - Wie sicher ist das Material und woran erkenne ich gute Produkte?

Besonders auf Social Media sind sie überall zu finden: Halsbänder und Leinen aus Paracord. Ein Halsband bunter und hübscher als das andere, eine Leine besonderer als die nächste. Aber wie sicher sind diese bunten hübschen Seile eigentlich und worauf muss ich achten um zu erkennen, welche Halsbänder oder Leinen sicher für meinen Hund sind? Das und mehr erkläre ich Dir in meinem ersten Blogartikel.

Paracord für Halsbänder und Leinen

Die Verwendung von Paracord-Halsbändern und Leinen für Deinen Hund: Was Du wissen solltest

In den endlosen Weiten von Social Media sind sie allgegenwärtig: Halsbänder und Leinen aus Paracord, kunstvoll geflochten und in lebendigen Farben gehalten. Jedes Stück scheint einzigartig und verspricht einen Hauch von Individualität für Dich und Deinen Hund. Doch Optik ist nicht alles, daher stellt sich eine Frage: Wie sicher sind diese farbenfrohen, hübschen Seile und wie erkenne ich gute Qualität?

In meinem ersten Blogartikel will ich genau darüber sprechen und Dir Tipps an die Hand geben, wie Du qualitativ gut verarbeitete Produkte erkennst.

Paracord für Hundeartikel im Allgemeinen

Grundsätzlich ist Paracord perfekt für Halsbänder und Leinen geeignet.

Ursprünglich für den militärischen Einsatz entwickelt, bietet es eine Reihe von Vorteilen, die es zu einem erstklassigen Material für die Hundeausrüstung machen. Es gibt Paracord in verschiedenen Stärken. In diesem Artikel sprechen wir von Paracord Typ III, das am häufigsten verwendete Paracord im Bereich Halsbänder und Leinen für Hunde.

Paracord ist bekannt für seine außergewöhnliche Festigkeit und Haltbarkeit, was es ideal für den täglichen Gebrauch macht. Egal, ob Dein Hund ein Energiebündel ist oder gerne im Wasser spielt, Paracord-Halsbänder und Leinen halten auch den wildesten Abenteuern stand. Seine farbige Nylon-Ummantelung enthält 7 Kernstränge, die für die Festigkeit sorgen. Ein einzelner Strang Paracord hat somit eine Bruchkraft von 249kg.

Trotz seiner Stärke ist Paracord überraschend leicht und ist in einer breiten Palette von Farben und Mustern erhältlich. Das macht es einfach, Halsbänder und Leinen dem individuellen Stil Deines und dem Deines Hundes anzupassen. Ob kräftige Farben oder subtile Nuancen, die Möglichkeiten sind endlos.

Doch es reicht nicht alleine, ein qualitativ hochwertiges Material zu verwenden. Es muss auch korrekt verarbeitet werden.

Verarbeitung eines Paracord-Halsbandes und einer Paracord-Leine

Sicherheit an erster Stelle

Besonders beim Onlinekauf ist es nicht ganz einfach zu erkennen, ob es sich um hochwertige Produkte von guter Qualität handelt. Ich möchte versuchen Dir ein paar hilfreiche Tipps mit an die Seite zu geben.

Gleichmäßigkeit:

Schau Dir an, wie gleichmäßig das Halsband oder die Leine geflochten bzw. geknotet ist. Die Gleichmäßigkeit sagt zwar nicht direkt etwas über die Qualität und Robustheit des Halsbandes oder der Leine aus, allerdings lassen unsaubere Arbeiten darauf schließen, dass der Anbieter nur sehr wenig Erfahrung mit der Herstellung dieser Produkte hat, denn üblicherweise erlangt man die Gleichmäßigkeit im Flechten schon nach wenigen Produkten.

Abschluss des Paracords:

Geflochtene Halsbänder aus Paracord müssen am Ende vernäht und verschweißt werden um sicher zu stellen, dass sie sich nicht wieder öffnen können. Auf Produktfotos ist das meist nicht zu erkennen aber es kann nicht schaden, sich die Rückseite des Bandes anzusehen, wenn Du es in den Händen hältst. Sind die Enden nur knapp hinter dem Verschluss abgeschnitten ohne zu vernähen und/oder nicht richtig verschweißt stellt dies einen sicherheitsrelevanten Mangel dar. Mindestens zwei Stränge (die der Führung, auf der die gesamte Last sitzt) sollten einige Zentimeter weit vernäht und dann ordentlich verschweißt sein. Aber Achtung: Manche Paracordler vernähen und verschweißen so sorgfältig, dass sie Schweißstellen kaum zu sehen sind. Hier muss man schon sehr genau hinschauen um sie zu finden. Dies stellt selbstverständlich keinen Mangel dar.


Paracord ist nicht alles

Befestigung der Hardware:

Hardware bedeutet bei einem Halsband Verschluss und Ring, bei einer Leine Karabiner und ggfls. Ringe, wenn es sich um eine verstellbare Leine handelt.

Der Verschluss des Halsbandes sollte mit mehreren Ankerknoten (mindestens 2) befestigt sein und es sollte kein bis kaum Spielraum am Verschluss sein. Der D-Ring zum Befestigen der Leine sollte immer am Verschluss mit angebracht sein und nicht im Muster. Das Muster könnte sich andernfalls auf Dauer verziehen und je nach Stelle des D-Rings würde der Verschluss auf den Hals des Hundes drücken.

Bei Leinen sollte besonders der Karabiner am Ende mit einem selbstsichernden Knoten gesichert sein, wie beispielsweise dem Diamantknoten, den Du bei unseren Leinen findest. Dieser Knoten zieht sich auf Zug immer weiter zusammen, statt sich zu lösen. Die Ringe der Leinen sollten mittig in den Strängen befestigt sein. Das bedeutet, bei acht Strängen, aus denen die meisten Leinen bestehen, sollten vier Stränge durch die Ringe geführt werden.

Material der Hardware:

Es gibt Hardware in vielen verschiedenen Farben, die auch sehr gerne genutzt werden. All diese bunten Farben haben als Grundmaterial Zinkdruckguss. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden und verwenden nur die beiden hochwertigsten und stabilsten Materialien: Edelstahl und Messing. Beide Materialien rosten nicht, die Farbe platzt nicht ab und die Bruchlast ist vor allem bei Edelstahl enorm hoch. Besonders bei Hunden mit mehr Gewicht, kleinen Leinenrambos oder Hunden, die grundsätzlich Abenteurer und gerne wilder unterwegs sind, lohnt es sich, genauer darauf zu achten welches Material verwendet wird.
Achte zudem darauf, dass Ringe verwendet werden, die keine Öffnung besitzen, da diese sich unter Belastung aufbiegen können. Hochwertige Ringe aus Edelstahl haben eine Schweißnaht, Ringe aus Messing sind in einem Stück gegossen.

Und zu guter Letzt

Achte darauf wo Du kaufst. Gerade auf Kanälen wie Instagram gibt es viele „Hobby-Verkäufer“. Diese können ihre Ware zu günstigen Preisen anbieten, da sie keine Steuern, Lizenzen, Rechtstexte,Versicherungen etc. zahlen und schlichtweg „schwarz arbeiten“. Kaufst Du dort ein, schadest Du nicht nur allen, die sich die Mühe machen, alles korrekt zu handhaben, Du läufst auch Gefahr auf eventuellen Kosten sitzen zu bleiben, sollte etwas passieren, weil das Halsband oder die Leine nicht hält. Der „Shop“ schließt seine Tore und Du hast oft nicht einmal einen Namen, an wen Du dich wenden könntest. Und glaube mir, ich habe besonders anfangs von mehreren Kunden Nachrichten bekommen, dass ihnen genau so etwas schon passiert ist. Kunden, die 3x überlegt haben, ob sie wirklich nochmal Handmade kaufen, aus Angst wieder reinzufallen.
Angemeldete Shops haben in der Regel eine Versicherung, die bei Problemen greift und sind vermutlich auch ein wenig verantwortungsbewusster unterwegs, da sie genau wissen, dass es auf sie zurückfällt, sollten die Produkte mangelhaft sein.
Also – Shop small, aber richtig.



So, das war er, mein allererste Blogartikel, der gar nicht so kurz geworden ist, wie ich ursprünglich dachte. Ich hoffe Ihr seid beim nächstem Mal wieder dabei, dann nehmen wir BioThane etwas genauer unter die Lupe >>> BioThane für Halsbänder und Leinen

Habt´s fein und bis zum nächsten Mal,

Eure Juana von Junilu


WhatsApp